Geschichte der Gnosis II. Jesus und das neue Testament Vergrößern

Geschichte der Gnosis II. Jesus und das neue Testament

ISBN: 978-3-906206-12-7

Neu

Eine Botschaft Christi. Für Juden, Christen, Moslems.

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80,00 €

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Vorwort zu Jesus:

NACHDEM ICH das Alte Testament unter dem Blickwinkel der geschichtlichen
Wahrheit behandelt hatte, und das Neue Testament mit dem Schwerpunkt der
griechischen Texte, ihrer Entstehung und ihrer Überlieferung, lag es wohl nahe, auch
einen Beitrag über Jesus zu schreiben, der wichtigsten Person des Neuen Testamentes.
Diese Arbeit war schon deshalb schwierig, weil es schier unzählige Werke und
Beiträge, Zeitungsartikel, Aufsätze und Studien zu Jesus gibt. Ein neues Buch über
dieses höchst abgedroschene Thema sollte wirklich etwas Anderes bieten, möglichst
moderne Erkenntnisse, den allerneusten Forschungsstand, ja eventuell noch etwas
bisher nie Dagewesenes: Möglicherweise sogar: den historischen Beweis für die
Existenz Jesu.
Hier ist er.
Umgeben von Konkordanzen, Wörterbüchern, Bibelausgaben, griechischen und
hebräischen Texten, griechischen und koptischen Papyri, zahlreichen Einführungen in
das Neue Testament, vielen Kommentaren zu den Einzeltexten und reißerischen JesusSchriften
wie „Jesus 2000“ habe ich mich durch die originalen Texte und die meiner
Vorgänger und Vorlagen gequält und kaum eine Stelle ausgelassen, die zur Erhellung
der Person Jesus, zur Darstellung des Christus der frühen Gemeinden und zur
Schilderung des Heilandes der späteren Kirchen dienen konnte. Darum kommen auch
so krause Themen zur Sprache wie das Turiner Grabtuch oder der Heilige Rock von
Trier. Auch sehr weit entlegene Kirchenschriftsteller sind nicht vergessen worden. Das
hat die Arbeit an diesem Buch so langwierig und kompliziert gemacht.
Die zahlreichen Anmerkungen sind notwendig gewesen, sie sind allerdings als Belege
nur für Fachleute wichtig und für diejenigen, die sich weiter in das schwierige Geflecht
der Themen vertiefen wollen. Der interessierte Leser kann sie getrost übergehen. Denn
das Buch sollte ein Sachbuch werden, das die Sachen beim Namen nennt.
ber es ist dennoch ein Glaubensbuch geworden. Denn es fußt auf der urchristlichen
Botschaft. Es ist für alle bestimmt, die sie suchen und die sich mit der
originalen Botschaft Jesu auseinandersetzen wollen. Eine Herausforderung für jeden
einzelnen und für die christlichen Gemeinschaften allzumal. freilich nicht im Sinne der
Kirchen, gleich welcher Konfession.
Die Botschaft Jesu ist mehr als 2000 Jahre alt und dennoch eine aktuelle
Herausforderung für unser ganz persönliches Leben.
Wer Ohren hat zu hören, soll hören!

Vorwort zu Das neue Testament:

DAS BUCH STELLT die Ergebnisse der modernen Bibelforschung dar und
richtet sich kritisch gegen Theologie und Kirchendogmen, soweit sie dieses
Thema überhaupt berührt haben. Es behandelt die mühsam gewonnenen
Ergebnisse der Formgeschichte zu den Schriften des Neuen Testamentes und stellt
zugleich die ältesten Papyrusbruchstücke und Handschriften vor, die uns vom Neuen
Testament überliefert sind.
Das Verständnis der Schriften des Neuen Testamentes entwickelt sich aus der
genauen, inhaltlichen Analyse der Texte, wie sie uns heute vorliegen - das dürfte der
schwierigste Teil des ganzen Werkes sein.
Schon den Zeitgenossen der Antike galten die Paulusbriefe als ‘schwer
verständlich’. Ein solch staubtrockenes Thema war leider nicht interessanter zu
gestalten, weil es um das Verständnis jeder einzelnen Schrift ging. Die Briefe haben
ja alle inhaltlich nicht viel miteinander zu tun. Neben den Paulusbriefen gibt es
außerdem noch die Katholischen und die sog. Pastoralbriefe.
Die Frage nach dem Zweck der Bücher des Neuen Testaments, die Entwicklungslinien
der Evangelien bis hin zur eigentlichen Entdeckung der Quelle Q - alles das ist
neu in dieser Studie. Eine Übersicht über vorhandene Apokryphen und ein Ausblick
auf künftige Forschungsthemen schließen das Buch ab.
Da viele Passagen für bibelfeste Pastoren und bibelgläubige Laien provozierend
klingen, habe ich mit Belegen, Zitaten und mit Anmerkungen nicht gespart. Sie sind
für Fachleute und besonders interessierte Leser bestimmt, die weiterführende
Literatur zu den einzelnen Sach- und Spezialfragen finden möchten.
Der normalen Leser darf sie aber getrost übergehen und übersehen.


Berlin, 1. Mai 2015                                                                 Dr. Wolfgang Kosack